Der Paritätische NRW

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Eine hochschwangere Frau sitzt auf einem Bett. Sie stützt sich den Rücken und legt eine Hand auf ihren Bauch.

„Ein guter Anfang für jedes Leben“: Mit einem neuen Hebammenmobil im Münsterland baut der ASB sein Angebot für Schwangere, Mütter und junge Familien aus

25.10.2023

Im Münsterland gibt es ab sofort ein Hebammenmobil des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB). Mit diesem mobilen aufsuchenden Versorgungsangebot will der ASB vor allem für Frauen da sein, die aufgrund einer nicht ausreichenden Versorgung durch Hebammen nicht erreicht werden können. Mit einem solchen Hebammenmobil konnte der ASB NRW, Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, schon in den vom Hochwasser betroffenen Regionen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gute Erfahrungen sammeln. Daher geht er nun mit dem ASB Regionalverband Münsterland, ebenfalls Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, in eine Pilotphase im nördlichen Teil NRWs und baut damit unter dem Motto „Ein guter Anfang für jedes Leben“ sein Angebot für Schwangere, Mütter und Familien aus.

Ein wichtiges Angebot in einer besonderen Lebensphase

Sowohl ein mangelndes Angebot an Hebammen im ländlichen wie auch im städtischen Raum führen zu einem erschwerten Zugang zur Hebammenversorgung. Besonders betroffen im städtischen Raum sind Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf, in denen oft Menschen mit niedrigem Bildungsabschluss, niedrigerem Einkommen, internationaler Biografie und Sprachbarrieren, ohne Krankenversicherung oder in krisenhaften Lebenssituationen wohnen. Für diese Menschen ist ein niedrigschwelliges, zuverlässiges Angebot in dieser besonderen Lebensphase besonders wichtig. Das ASB-Hebammenmobil bietet einen sicheren Ort für eine qualitative, fachliche Begleitung und Behandlung in Schwangerschaft, Wochenbett und Stillzeit. Außerdem setzt der ASB darauf, mit dem Hebammenmobil auch Sichtbarkeit zu schaffen und die Familien aufzuklären. Viele Frauen wissen nämlich gar nicht, dass ihnen eine Hebammenversorgung gesetzlich zusteht.

Ergänzung zur Regelversorgung

Das ASB-Hebammenmobil ergänzt die ambulante Regelversorgung nach Paragraf 134a des Sozialgesetzbuches V mit Hebammenhilfe in Vor- und Regelversorgung. Es funktioniert wie eine rollende Hebammenpraxis und ist mit allen notwendigen Hilfsmitteln und Geräten ausgestattet. Das ASB-Hebammenmobil wird in der Pilotphase verlässlich festgelegte Standorte an fest definierten Tagen und Uhrzeiten anfahren. Schwangere, junge Mütter und Familien können zu den Sprechzeiten das Mobil aufsuchen oder vorab im Internet einen festen Termin buchen. Die Sprechstunden führen Hebammen aus der Region durch, die mit den örtlichen Gegebenheiten gut vertraut sind und die im engen Austausch mit den örtlichen Gesundheits- und Jugendämtern sowie den Netzwerken für Frühe Hilfen stehen. „Wir freuen uns sehr, nun mit dem neuen ASB-Hebammenmobil in die Pilotphase starten zu können“, sagt Dirk Winter, Geschäftsführer des ASB Regionalverbands Münsterland. Er führt weiter aus: „Durch die fundierten Erfahrungen unseres Regionalverbandes bei der Vermittlung von Hebammen durch die ASB-Hebammenzentrale Münsterland, die Koordination des ASB-Hebammenmobils in der Flutregion sowie durch unsere ASB-Kindertageseinrichtungen sind wir sicher, auch das neue niedrigschwellige mobile Angebot erfolgreich für die Bedürfnisse von Kindern und Eltern einsetzen zu können. Es ist auch für Kommunen ein unterstützendes Angebot.“

Breites Angebot für junge Familien

Mit dem neuen Hebammenmobil baut der ASB NRW sein Angebot für junge Familien, Schwangere sowie frisch gebackene Mütter mit ihren Neugeborenen weiter aus. Neben den beiden Hebammenmobilen betreibt er mittlerweile neun Hebammenzentralen in Bielefeld / Gütersloh, Bochum, Bottrop, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Vest-Recklinghausen sowie im Ennepe-Ruhr-Kreis und Münsterland. „Wir wollen mit den Angeboten der ASB-Hebammenzentralen und den ASB-Hebammenmobilen zeigen, dass sich der Arbeiter-Samariter-Bund in Nordrhein-Westfalen durch zukunftsweisende Projekte für junge Familien stark macht. ‚Ein guter Anfang für jedes Leben‘ ist für uns eine wichtige Botschaft, für deren Umsetzung wir uns mit Innovationskraft und Engagement einsetzen“, erläutert Dr. Stefan Sandbrink, Landesgeschäftsführer des ASB NRW.