Der Paritätische NRW

Navigation

Gruppenfoto mit einer Schulpatin und Schüler*innen.
© Bundesverband Kinderrheuma

Schul­pat*in­nen in­for­mie­ren Lehr­kräf­te und Mit­schü­ler*in­nen über Kin­der­r­he­u­ma

18.01.2022

Viele denken, dass Rheuma eine Krankheit ist, die nur ältere Menschen betrifft. Aber auch Kinder und Jugendliche können Rheuma bekommen. Der Bundesverband Kinderrheuma, Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, will daher aufklären und steht betroffenen Familien zur Seite. Ein Beispiel ist das „Schulpaten-Projekt“. In dessen Rahmen kommen ehrenamtliche Pat*innen in die Schule des Kindes und erklären den Lehrkräften und Mitschüler*innen, was Rheuma ist und wie es den Alltag betroffener Kinder beeinflusst.

Rheuma beeinflusst den Alltag

Für Kinder und Jugendliche mit Rheuma oder Schmerzverstärkungssyndrom (SVS) ist es manchmal nicht leicht, in der Schule klarzukommen. Sie haben Schmerzen, fehlen krankheitsbedingt oder aufgrund klinischer Behandlungen häufiger und fühlen sich oft unverstanden, wenn ihre Erkrankung mal wieder ihr tägliches Leben beeinflusst. Für diese Kinder ist es wichtig, dass Lehrer*innen und Mitschüler*innen über ihre Erkrankung Bescheid wissen, gut informiert sind und dadurch mehr Verständnis für die Situation des Kindes aufbringen können.

Pat*innen kennen die Probleme aus erster Hand

Beim „Schulpaten-Projekt“ des Bundesverbands Kinderrheuma kommen Pat*innen in die Schule und übernehmen die Information der Lehrkräfte und Schüler*innen. Alle Pat*innen sind selbst an Rheuma oder SVS erkrankt oder haben ein betroffenes Kind. Sie kennen die Probleme im Alltag oder in der Schule also aus eigener Erfahrung, können sich gut in die Kinder hineinversetzen und das Thema anschaulich vermitteln. Außerdem werden sie vom Bundesverband Kinderrheuma auf ihre Aufgabe vorbereitet, erhalten Beratung und Unterstützung.

Ehrenamtliche und kostenlose Hilfe

Interessierte Familien können sich einfach im Familienbüro des Bundesverbands melden. Dort schauen die Mitarbeitenden, ob es passende Pat*innen in der Nähe gibt. Bislang gibt es rund 40 Pat*innen in verschiedenen Regionen Deutschlands (Übersicht über die Standorte der Pat*innen). Vor dem Schulbesuch wird der Ablauf in Ruhe besprochen und Kinder und Eltern entscheiden mit, was erzählt wird und was nicht. Die Schulpat*innen arbeiten ehrenamtlich. Der Schulbesuch ist für die Familie und die Schule kostenlos.