
Mitmachen, Mitgestalten, Mitbestimmen: Theaterprojekt vermittelt Kölner Grundschulkindern gelebte Demokratie
26.05.2026
Demokratie funktioniert nur miteinander – das lernen Kölner Grundschulkinder im neuen Projekt des Theaters ImPuls, einer Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW. Das theaterpädagogische Angebot „Miteinander statt gegeneinander“ findet in vier benachteiligten Quartieren statt und soll Kinder frühzeitig zur Beteiligung an demokratischen Prozessen in ihrem direkten Umfeld motivieren.
Theater als Lernort für Demokratie
Die eigene Stimme finden, andere Perspektiven einnehmen und gemeinsam etwas gestalten – Demokratie und Theater haben einiges gemeinsam. Wer auf der Bühne lernt, gehört zu werden und zuzuhören, übt genau jene Kompetenzen, die eine lebendige Demokratie braucht: Empathie, Aushandlung und das Gefühl, selbst wirksam zu sein. Das Theater ImPuls aus Köln-Porz setzt sich so seit vielen Jahren mit theaterpädagogischen Angeboten für Teilhabe, Mitbestimmung und gesellschaftlichen Zusammenhalt ein. Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Kölner Stadtteilen erhalten in Schulworkshops oder Angeboten in offenen Jugendeinrichtungen die Möglichkeit, eigene Erfahrungen und Perspektiven künstlerisch zu bearbeiten und auf die Bühne zu bringen.
Demokratieförderung im Quartier
Mit verschiedenen Projekten setzt sich das Theater ImPuls immer wieder für Gemeinschaft und Demokratie in Kölner Sozialräumen ein. Seit Anfang des Jahres läuft mit „Miteinander statt gegeneinander“ ein Projekt zur Förderung von Toleranz und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Ziel ist es, Kinder mit theaterpädagogischen Methoden zu ermutigen, sich an demokratischen Prozessen zu beteiligen, ihre Bedarfe im Stadtteil zu benennen und Mitgestaltungsmöglichkeiten zu erproben. In zwei aufeinander aufbauenden Phasen lernen die Kinder zunächst ihre eigenen Fähigkeiten und Stärken zu entdecken und gewinnen so Selbstbewusstsein für den Umgang miteinander. Darauf aufbauend erfahren sie, wie Demokratie im Alltag gelebt werden kann, indem sie herausfinden, wo sie mitgestalten möchten und die nötigen Fähigkeiten erwerben, um sich einzubringen. Daraus entstehen Theaterstücke, die am Ende des vierjährigen Projekts bei einem Abschluss-Festival präsentiert werden. Mitmachen können alle Kinder zwischen 6 und 12 Jahren aus den Kölner Stadtteilen Porz-Ost, Ostheim/Neubrück, Kalk und Vingst/Höhenberg, wo das Projekt als wöchentliches Nachmittagsangebot in Familiengrundschulzentren stattfindet.