Der Paritätische NRW

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Gruppenfoto aller Preisträger*innen bei der Verleihung des „vilmA“-Preis durch den  VdK NRW.
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In­k­lu­si­on in der Ar­beits­welt: VdK NRW ver­gibt „vil­mA“-Preis

06.02.2024

Der VdK NRW, Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, hat seinen Preis für Menschen mit Behinderung in Beschäftigung und Ausbildung vergeben. Mit „vilmA“ (steht für vorbildlich, individuell, leistungsstark und motiviert in der Arbeitswelt) möchte der VdK verdeutlichen, dass und wie die berufliche Teilhabe auch bei körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderungen gelingt. Neun Menschen wurden als Vorbilder für die Teilhabe am Arbeitsleben gewürdigt und erhielten Preise im Gesamtwert von 12.000 Euro. Einer davon ist Björn Esser, der bei den Rurtalwerkstätten Düren arbeitet, ebenfalls Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW.

Erster Schritt in Richtung allgemeiner Arbeitsmarkt

Die Rurtalwerkstätten sind Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Björn Esser ist dort angestellt, arbeitet aber über einen betriebsintegrierten Arbeitsplatz bei der Boendgen-Baustoffe Bedachungsartikel GmbH mit Sitz in Niederzier. Den ersten Schritt in Richtung des ersten Arbeitsmarktes hat er damit erfolgreich genommen. Dauerhaft auf diesem Fuß zu fassen, ist sein Ziel.

Anderen Hoffnung machen

Wie schwierig das für viele Menschen ist, weiß der diesjährige Schirmherr André Kuper, Präsident des Landtags NRW: „Die Preise gehen an außergewöhnliche Menschen, die auf ganz unterschiedliche Weise großartige Leistungen vollbracht haben. Der Weg in ein selbstbestimmtes Leben ist trotz aller Fortschritte bei der Inklusion weiterhin alles andere als einfach. Deswegen ist jedes Beschäftigungsverhältnis, jedes Ausbildungsverhältnis eines Menschen mit Behinderung für mich ein gutes Beispiel, das anderen Betroffenen Hoffnung macht.“

Individuelle Fähigkeiten und Wünsche im Vordergrund

Der VdK NRW vergibt „vilmA“ alle zwei Jahre. Bei der Preisverleihung Ende 2023 betonte Horst Vöge, Vorsitzender des VdK NRW, dass bei der Berufswahl immer individuelle Fähigkeiten und Wünsche im Vordergrund stehen müssen: „Gerade jetzt, wo der Fachkräftemangel eines der beherrschenden Themen ist, besteht die Chance, solche altertümlichen Muster aufzubrechen. Unsere Preisträgerinnen und Preisträger haben allen Widrigkeiten zum Trotz ihren Platz im Arbeitsleben gefunden. Mit dem Preis wollen wir ihre Stärke, ihren Mut und ihre besonderen Fähigkeiten aufzeigen, ihre Geschichten erzählen und damit einen Beitrag leisten, um einen inklusiven Arbeitsmarkt noch weiter voranzubringen.“