
„Wasserrettung meets Katastrophenschutz“: Schulprojekt fördert Notfallkompetenz und soziale Verantwortung
Geschlossene Schwimmbäder, ausfallender Schwimmunterricht und schwere Hochwasserereignisse haben den Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Rhein-Erft/Düren (kurz: ASB Rhein-Erft/Düren), Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, dazu veranlasst, das Schulprojekt „Wasserrettung meets Katastrophenschutz“ ins Leben zu rufen. Im Rahmen von Projekttagen am Badesee lernen Schüler*innen ab der fünften Klasse praxisnah, wie sie sich am und im Wasser richtig verhalten. Teil des Projekts ist außerdem der Selbst- und Fremdschutz in Wassernotfällen, wie beispielsweise einem plötzlichen Hochwasser.
Notfallwissen alltagstauglich und praxisnah
Sich im Sommer am See oder im Fluss abkühlen macht Spaß und ist in Folge von schließenden Schwimmbädern manchmal die einzige Möglichkeit für Kinder und Jugendliche ortsnah baden zu gehen. Damit sie Gefahren frühzeitig erkennen und Situationen am und im Wasser richtig einschätzen können, bietet der ASB Rhein-Erft/Düren spezielle Projekttage für Schüler*innen an. An Badeseen in der Region, in denen der ASB den Wasserrettungsdienst übernimmt, lernen die Schulkinder in praktischen Übungen, wie sie auf einen Krampf beim Schwimmen reagieren, einer erschöpften Person aus dem Wasser helfen und was passende Erste-Hilfe-Maßnahmen sind. Der Projekttag kann nach Möglichkeit auch an einem Fließgewässer oder als Workshop in der Schule stattfinden. Ganz im Sinne des Projekttitels „Wasserrettung meets Katastrophenschutz“ vermitteln die Fachkräfte des ASB Rhein-Erft/Düren auch Wissen zum Thema Hochwasserschutz und erläutern beispielsweise, wie man sich für Notfälle richtig bevorratet.
Ausgezeichnete Nachwuchsarbeit

Ziel des Projekts ist es, Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, wie sie sich und andere in Wassernotfällen schützen können. Neben der Stärkung der Selbstschutzkompetenz erleben die Schüler*innen im direkten Austausch mit den ehrenamtlichen Fachkräften, wie bedeutsam und spannend freiwilliges Engagement sein kann. Bei Naturkatastrophen, wie beispielsweise Hochwasserereignissen sind fachkundige Ehrenamtliche, die hauptamtliche Feuerwehr- und Rettungskräfte unterstützen, unerlässlich, um schnell Hilfe leisten zu können. Und auch Rettungsschwimmer*innen werden jedes Jahr dringend gesucht. Das Projekt leistet somit auch gute Nachwuchsarbeit und wurde dafür mit dem ersten Preis des Förderpreises Helfende Hand vom Bundesministerium des Innern (BMI) in der Kategorie Nachwuchsförderung ausgezeichnet.
