Eine Hand hält ein Sozialgesetzbuch in die Kamera.

Rekord bei Klage- und Widerspruchsverfahren

VdK NRW erstreitet vor den Sozialgerichten mehr als 26 Millionen Euro für seine Mitglieder

2020 hat der VdK NRW, Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, in 7.250 Klage- und 23.150 Widerspruchsverfahren vor Sozialgerichten 26,3 Millionen Euro für seine Mitglieder erstritten. Das sind 23 Prozent mehr als im Vorjahr. Hinzu kommen erhebliche laufende monatliche Nachzahlungen. Einen Schwerpunkt bilden dabei Fälle zur Rentenversicherung, von denen vor den NRW-Sozialgerichten rund jeder fünfte von Jurist*innen des VdK vertreten wurde.

Anträge auf Erwerbsminderungsrente werden oft abgelehnt

Der VdK NRW kritisiert, dass zum Beispiel Anträge auf eine Erwerbsminderungsrente häufig zu Unrecht abgelehnt würden. „Allein die Zahl derjenigen, die aus psychischen Gründen nicht mehr am Arbeitsleben teilnehmen können und dringend auf diese Leistung angewiesen sind, ist in NRW binnen zehn Jahren um 23 Prozent gestiegen“, sagt Thomas Zander, Landesgeschäftsführer des VdK. Diese Gefahr sehe er langfristig auch bei Long-Covid-Geschädigten, von denen der VdK NRW einen Zustrom erwartet.

Handlungsfähigkeit während Pandemie

Eine gute Nachricht für die 375.000 Mitglieder des VdK NRW sei, dass die Handlungsfähigkeit der Sozialgerichtsbarkeit auch während der Pandemie im Jahr 2020 vollständig erhalten geblieben sei. Mit viel Einsatz, neuen digitalen Herausforderungen und Flexibilität sei es gelungen, unter Beachtung strenger Hygienekonzepte weiterhin für die Ratsuchenden da zu sein. Der VdK setzt sich ein für die Rechte von Rentner*innen, Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten, Sozialversicherten, Pflegebedürftigen, Kriegs-, Wehrdienst- und Zivildienstopfern, Hinterbliebenen, Empfänger*innen von Arbeitslosengeld II sowie Opfern von Unfällen, Gewalt und Umweltschäden.

 


Bild: ©Holger Langmaier/Pixabay