Ein ehrenamtlicher Katastrophenschützer des ASB NRW steht vor einem Gelände mit Hochwasser.

Einsatz in den Hochwassergebieten

Ehrenamtliche Katastrophenschützer*innen leisten unermüdlich Hilfe

Seit Tagen sind die Hilfsorganisationen ununterbrochen in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten im Einsatz. Darunter auch Mitgliedsorganisationen des Paritätischen NRW, wie der Arbeiter-Samariter-Bund NRW (ASB NRW) und die DLRG Nordrhein, oder auch der Bundesverband Rettungshunde, der Mitglied beim Paritätischen Gesamtverband ist. Ihre Einsatzkräfte haben Menschen gerettet und evakuiert, andere Helfer*innen versorgt, Notunterkünfte eingerichtet und vieles mehr – und das in der Regel ehrenamtlich.

Enormes ehrenamtliches Engagement

Bei Naturkatastrophen und Unglücken mit vielen Verletzten und Betroffenen ist es wichtig, dass schnell eine hohe Anzahl gut qualifizierter Helfer*innen bereitsteht. In solchen Fällen arbeiten hauptamtliche Kräfte aus Feuerwehren und Rettungsdiensten eng mit ehrenamtlichen Engagierten aus den verschiedenen Hilfsorganisationen zusammen. Die ehrenamtlichen Helfer*innen durchlaufen in ihrer Freizeit entsprechende Ausbildungen und regelmäßige Übungen. Für Einsätze werden sie von ihren Arbeitgeber*innen von der hauptberuflichen Arbeit freigestellt (mehr Informationen zum Thema Katastrophenschutz).

Vielfältige Aufgaben

Während der aktuellen Hochwasser-Katastrophe sind in den betroffenen Regionen unzählige ehrenamtliche Kräfte im Einsatz und arbeiten Tag und Nacht, um den Menschen vor Ort zu helfen. Sie übernehmen dabei vielfältige Aufgaben.

Einsatz-Tagebuch vermittelt Eindruck

Der ASB zum Beispiel war von Beginn an beteiligt. Er hat die Warnung der Bevölkerung unterstützt und bei der Rettung von Menschen geholfen. Viele mussten in großer Eile ihr Zuhause verlassen, waren oft schon vom Wasser eingeschlossen. Hier kamen zum Beispiel geländegängige Krankentransportwagen zum Einsatz. Eine besondere Herausforderung waren die Evakuierungen ganzer Pflegeeinrichtungen. Außerdem mussten neben Sanitätszelten und ganz normalen Notunterkünften auch Behelfskrankenhäuser und Behelfsaltenheime eingerichtet werden. Auch die Unterstützung der Regelrettung war Teil der ASB-Aufgaben, um verletzte und kranke Menschen in Krankenhäuser bringen zu können. Zudem hat der ASB vielerorts die Verpflegung von Einsatzkräften und betroffenen Anwohner*innen übernommen. Da viele Zufahrtswege beschädigt oder schlicht nicht mehr vorhanden sind, es keine Stromversorgung und kein Handynetz gibt, musste eine autarke Versorgung sichergestellt werden. Zur Koordination der großen Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung, hat der ASB im Rheinisch-Bergischer Kreis eine Vermittlungsbörse für Hilfsangebote und Hilfegesuche eingerichtet. Einen Überblick über die vielen verschiedenen Einsätze gibt der ASB NRW in einem Einsatz-Tagebuch auf seiner Website.

Materialintensive Einsätze

Auch die DLRG Nordrhein war gemeinsam mit anderen Landesverbänden an der Evakuierung und Rettung von Menschen in den Hochwasser-Gebieten beteiligt. Die DLRG-Einsatzkräfte haben zudem die Suche nach Vermissten übernommen und haben andere Helfer*innen bei Einsätzen abgesichert. Ein wichtiger Teil ihrer Arbeit war auch die Verteidigung der Deiche vor den Wassermassen. Diese Einsätze waren für die DLRG Nordrhein sehr materialintensiv. Sie hat drei Fahrzeuge und fünf Boote verloren, Tauch- und Strömungsrettungsausrüstungen sind im Einsatz so stark kontaminiert worden, dass sie nicht mehr eingesetzt werden können. Nach Abschluss der Rettungsarbeiten ist die DLRG auch weiterhin im Rahmen der Aufräumarbeiten eingesetzt.

Suche nach Vermissten

Der Schwerpunkt der Mitarbeit des Bundesverbands Rettungshunde lag bei der Suche nach vermissten Personen. Mehrere Rettungshundeführer*innen waren dafür mit ihren Hunden in den Trümmerlagen im Einsatz. Zudem wurden Drohnen mit Wärmebildkameras genutzt. Sie haben aber zum Beispiel auch bei der Errichtung von Notunterkünften geholfen oder bei den Evakuierungen von Pflegeeinrichtungen geholfen, Trost gespendet oder überlastete Einsatzkräfte betreut.

 

 

Bild: ©ASB NRW