Kaputte Puppe im Arm eines Kindes

Kein Kind zurücklassen – Kommunen in NRW beugen vor

Das Projekt „Kein Kind zurücklassen“ der Landesregierung NRW hat zum Ziel, Kinder bereits vor ihrer Geburt bis zum Übergang in den Beruf besser zu unterstützen. Dabei werden alle Akteure, die im Laufe der Jahre Kontakt mit dem Kind haben, einbezogen: Geburtsvorsorge, Kita, Schule, Jugendamt und freie Kinder- und Jugendhilfe werden zum Austausch angeregt. Denn oft fällt ein Kind beim Übergang von einer Institution in die andere durch die Maschen des sozialen Netzes. Wichtige Informationen werden nicht weitergegeben, weil die Kommunikationswege hierzu fehlen.

Vorbeugen ist besser als heilen


Seit 2012 läuft das Projekt in 18 Modellkommunen. In zwei Schritten sollen je 20 weitere Kreise und kreisfreien Städte hinzukommen, bis alle 54 Städte und Kreise in NRW beteiligt sind. Das Ziel ist es, flächendeckend in NRW Netzwerke aufzubauen, an denen alle Institutionen beteiligt sind, die ein Kind besucht. Der Ansatz dabei: Vorbeugen ist besser als heilen. Oft fehlen den Akteuren der Sozialsysteme aber wichtige Informationen. So wissen die Mitarbeiter/-innen der Grundschule vielleicht bei der Einschulung eines Kindes nichts von Problemen in der Familie – Informationen, die sie von der Kita hätten bekommen können.

Informationsfluss fördern


Das Projekt „Kein Kind zurücklassen“ will den Informationsfluss in den Kommunen fördern, zum Beispiel durch eine Datenbank, in die freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe ihre Angebote eintragen können. Oftmals erfährt die Kommune erst so von diesen wichtigen Angeboten und kann Kinder und deren Familien dorthin vermitteln.

Projektpartner


Projektträger ist die Landesregierung NRW, der Paritätische NRW ist stellvertretend für die Freie Wohlfahrtspflege NRW an Bord. Gefördert wird „Kein Kind zurücklassen“ von der Bertelsmann Stiftung, dem Land NRW und dem Europäischen Sozialfonds.