Kaputte Puppe im Arm eines Kindes

Kommunale Präventionsketten

Die Landesinitiative "Kommunale Präventionsketten" der Landesregierung NRW hat zum Ziel, Kinder bereits vor ihrer Geburt bis zum Übergang in den Beruf besser zu unterstützen. Dabei werden alle Akteure, die im Laufe der Jahre Kontakt mit dem Kind haben, einbezogen: Geburtsvorsorge, Kita, Schule, Jugendamt und freie Kinder- und Jugendhilfe werden zum Austausch angeregt. Denn oft fällt ein Kind beim Übergang von einer Institution in die andere durch die Maschen des sozialen Netzes. Wichtige Informationen werden nicht weitergegeben, weil die Kommunikationswege hierzu fehlen.

Vorbeugen ist besser als heilen


Das Projekt ist 2012 unter dem Namen "Kein Kind zurücklassen" mit 18 Modellkommunen gestartet. 2017 sind 22 weitere Kreise und kreisfreien Städte hinzugekommen. Das Ziel ist es, flächendeckend in NRW Netzwerke aufzubauen, an denen alle Institutionen beteiligt sind, die ein Kind besucht. Der Ansatz dabei: Vorbeugen ist besser als heilen. Oft fehlen den Akteuren der Sozialsysteme aber wichtige Informationen. So wissen die Mitarbeiter/-innen der Grundschule vielleicht bei der Einschulung eines Kindes nichts von Problemen in der Familie – Informationen, die sie von der Kita hätten bekommen können.

Informationsfluss fördern


Die Landesinitiative "Kommunale Präventionsketten" will den Informationsfluss in den Kommunen fördern, zum Beispiel durch eine Datenbank, in die freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe ihre Angebote eintragen können. Oftmals erfährt die Kommune erst so von diesen wichtigen Angeboten und kann Kinder und deren Familien dorthin vermitteln.

Projektpartner


Die Landesinitiative wird zunächst bis Ende 2018 fortgeführt. Projektträger ist die Landesregierung NRW, der Paritätische NRW ist stellvertretend für die Freie Wohlfahrtspflege NRW an Bord. Gefördert wird „Kein Kind zurücklassen“ von der Bertelsmann Stiftung, dem Land NRW und dem Europäischen Sozialfonds.