Zwei Männer sitzen nebeneinander

Qualifizierung muslimischer und alevitischer Wohlfahrtspflege

Muslimische und alevitische Gemeinden leisten in Eigenregie wertvolle soziale Arbeit nach säkularen Prinzipien. Doch an vielen Stellen sind sie noch nicht in die Prozesse der Wohlfahrtspflege in Deutschland eingebunden. Dabei geht es oft um formale Dinge wie die Anerkennung als freier Träger der Jugendhilfe. Wer diese nicht hat, dem fehlen die Zugänge zu bestimmten Fördermitteln. Diese Gelder fehlen dann in der täglichen Arbeit, was zulasten der Kinder und Jugendlichen geht.

Weiterbildungsangebote


In 17 Moscheegemeinden und zwei Cem-Gemeinden in NRW wird in einem ersten Schritt geprüft, was diese brauchen, um ihre Prozesse zu professionalisieren und sich mit ihrer Arbeit den Standards der Freien Wohlfahrtspflege anzunähern. In Kooperation mit der Paritätischen Akademie NRW werden dann passende Weiterbildungsangebote entwickelt und durchgeführt.

Projektpartner


Die Projekte wurden in Kooperation und enger Abstimmung des Paritätischen Gesamtverbandes und des Paritätischen NRW mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und dem damaligen Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAIS NRW) – aktuell vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MKFFI NRW) – sowie dem Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ), dem Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) und der Alevitischen Gemeinde Deutschland  (AABF) entwickelt. Die Trägerschaft der Projekte liegt beim Paritätischen Gesamtverband. Er hat dem Paritätischen NRW die Durchführung übertragen. Die Finanzierung erfolgt durch das BMFSFJ, das MAIS NRW sowie durch Mittel der GlücksSpirale. Die Zusammenarbeit im Rahmen dieses Projekts läuft von Mai 2016 bis April 2018.