Hand hindert Dominosteine am Umfallen

Sucht und Gefährdetenhilfe

Sowohl die Sucht- als auch die Gefährdetenhilfe unterstützen Menschen, die aus dem sozialen Netz herauszufallen drohen.

Suchthilfe


In der Suchthilfe sind dies Menschen mit Suchterkrankungen. Für sie gibt es bei den Mitgliedsorganisationen des Paritätischen NRW viele Angebote – von Wohngruppen und Einrichtungen zur medizinischen Rehabilitation über Präventions- und Drogenberatungsstellen bis hin zu Substitutionsambulanzen, Beschäftigungsprojekten und Kontaktcafés. Sie arbeiten dabei mit unterschiedlichen konzeptionellen Ansätzen, zum Beispiel mit abstinenzorientierten oder akzeptierenden Modellen. In ihrem fachlichen Tun handeln sie sehr flexibel, passen sich schnell an gesellschaftliche Veränderungen an und entwickeln Konzepte für den Umgang mit neuen fachpolitischen Erkenntnissen, aber auch mit neuen Süchten.

Koordinierungsstellen der Landesstelle Sucht


Drei Koordinierungsstellen der Landesstelle Sucht sind in Trägerschaft von Mitgliedsorganisationen des Paritätischen NRW: für Suchtvorbeugung NRW, für Glücksspielsucht NRW sowie für Frauen und Sucht. Sie wirken mit an einer bedarfsgerechten und zukunftsweisenden Weiterentwicklung der Präventions- und Hilfeangebote in NRW.

Gefährdetenhilfe


Die Gefährdetenhilfe richtet sich an Menschen, die aufgrund ihrer Lebensverhältnisse und sozialer Schwierigkeiten Gefahr laufen, ihre Wohnung zu verlieren oder bereits verloren haben. Neben der Verhinderung von Wohnungslosigkeit ist das Ziel, die Menschen dabei zu unterstützen, ihre Schwierigkeiten zu überwinden. Die Hilfen finden im Rahmen des  § 67 SGB XII zum Beispiel in Beratungsstellen, in Wohnheimen für Wohnungslose oder durch ambulant betreutes Wohnen statt. Einige paritätische Träger bieten in diesem Rahmen auch Hilfen und Angebote speziell für Frauen an.

Lobby für Menschen am Rande der Gesellschaft


Sowohl in der Sucht- als auch in der Gefährdetenhilfe geben der Paritätische NRW und seine Mitgliedsorganisationen Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen, eine Lobby. Bei der Arbeit der Mitgliedsorganisationen stehen die Selbstbestimmung, das Wunsch- und Wahlrecht sowie die Beteiligung der/des Hilfesuchenden im Vordergrund. Eine Reihe von Mitgliedsorganisationen engagieren sich zudem im Rahmen der Paritätischen Qualitätsgemeinschaft "Leistungsanbieter in der Eingliederungs- und Gefährdetenhilfe" besonders für die Verbesserung der Angebote in diesem Bereich.

Zuordnung des Themas im Verband:


Fachbereich Sucht- und Gefährdetenhilfe

Fachgruppe Behinderung und Rehabilitation (Fachgruppenleiter: Thomas Tenambergen)