Der Paritätische NRW

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Illustration einer Frau mit einem Kind mit Down Syndrom, Im Hintergrund ein Hakenkreuz, eine Häuserreihe und Flugzeuge. Aufschrift "Ally"

Spendenlauf „Lauf für Ally“: Erinnern und aufklären

Mit einer außergewöhnlichen Aktion setzt die Lebenshilfe Kreis Viersen, Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, ein Zeichen gegen das Vergessen und den wachsenden Rechtsruck in Deutschland. Sie hat den Spendenlauf „Lauf für Ally – für die Erinnerung“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Geschichte von Ally, einem vierjährigen Mädchen mit Down-Syndrom, das dem nationalsozialistischen Euthanasieprogramm zum Opfer fiel, einem breiten Publikum zugänglich zu machen – und Spenden für einen geplanten Animationsfilm zu sammeln.

Ein Zeichen setzen

Die bewegende Geschichte von Ally steht stellvertretend für die vielen Kinder mit Behinderung, die während der NS-Zeit in Waldniel-Hostert und anderen Orten Opfer der „Euthanasie“-Verbrechen wurden. Mit dem geplanten Animationsfilm möchte die Lebenshilfe Kreis Viersen nicht nur an Ally erinnern, sondern auch ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung setzen. Der Film soll dokumentarische Elemente und Animationen einfühlsam und zugleich pädagogisch wertvoll verbinden und langfristig als Bildungsinstrument dienen.

Spenden benötigt

Für die Produktion des Films werden mindestens 50.000 Euro, idealerweise bis zu 250.000 Euro benötigt. Die Spendengelder fließen in die Animation, den Dokumentarteil, die Postproduktion sowie die Erstellung pädagogischer Begleitmaterialien. So wird sichergestellt, dass der Film höchsten Qualitätsansprüchen genügt und nachhaltig in der Bildungsarbeit eingesetzt werden kann.

Mitmachen erwünscht

Um das Projekt realisieren zu können, hat die Lebenshilfe Kreis Viersen den Spendenlauf gestartet. Los ging es am 20. August 2025 an der Gedenkstätte Waldniel-Hostert, einem Ort, der eng mit Allys Geschichte verbunden ist. Hauptläufer ist André Sole-Bergers, seit 24 Jahren Mitarbeiter der Lebenshilfe Kreis Viersen. Gemeinsam mit weiteren Läufer*innen legt er in 28 Etappen eine Strecke von 650 Kilometern zurück – von Waldniel-Hostert bis zur Tiergartenstraße 4 in Berlin, dem historischen Standort der NS-"Euthanasie"-Zentrale. Mitlaufen oder mitfahren (zum Beispiel mit einem E-Scooter) sowie Spenden sind ausdrücklich erwünscht. Alle Informationen zum Filmprojekt, zum Lauf, zur Teilnahme und zur Unterstützung finden Interessierte auf der Website www.ally-der-film.de.