Der Paritätische NRW

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Gruppenbild der acht Preisträger*innen. Stehen jubelnd im Plenarsaal und halten die Auszeichnungen in die Höhe.

Vorbilder für berufliche Teilhabe: Sozialverband zeichnet acht Menschen mit Behinderung aus

Zum zehnten Mal hat der Sozialverband VdK NRW, Mitgliedsorganisation des Paritätischen NRW, Menschen mit Behinderung in Beschäftigung und Ausbildung mit dem „vilmA“-Preis ausgezeichnet. Unter den Preisträger*innen ist Susanne Höch, die unter anderem als Frauenbeauftragte in den Werkstätten der Lebenshilfe Oberhausen, ebenfalls Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, arbeitet.

Berufliche Teilhabe sichtbar machen

Mit dem „vilmA“-Preis, der alle zwei Jahre verliehen wird, macht der VdK auf gelungene berufliche Inklusion aufmerksam und würdigt Menschen mit Behinderung, die sich besonders vorbildlich, individuell, leistungsstark und motiviert in der Arbeitswelt (kurz: vilmA) engagieren. Vor 200 geladenen Gästen wurden im Plenarsaal des NRW-Landtags die Preise im Gesamtwert von 12.000 Euro an die Gewinner*innen überreicht. Die Auszeichnung ging an eine Verwaltungsangestellte, eine Betreuungsassistentin, eine Projektleiterin, eine Vermessungstechnikerin, eine Frauenbeauftragte sowie einen landwirtschaftlichen Helfer und einen Montagemitarbeiter und zeigt somit die Vielfalt der beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung auf dem Arbeitsmarkt.

Arbeitgeber in der Verantwortung

Der Vize-Präsident des VdK, Peter Jeromin, sieht den Preis aber auch als Signal an die Arbeitgeber, die deutlich mehr Menschen mit Behinderung einstellen könnten: „Obwohl Fachkräfte fehlen, dauert für Menschen mit Behinderung die Jobsuche im Schnitt viele Monate länger als für Menschen ohne Beeinträchtigung. Der Weg zu mehr Teilhabe bleibt – ungeachtet einiger Fortschritte bei der Inklusion – weiterhin sehr beschwerlich.“

Zwei Jobs und ganz viel Engagement

„vilmA“-Preisträgerin Susanne Höch hat gleich zwei Jobs: als Sortiererin auf einem Außenarbeitsplatz und als Frauenbeauftragte bei den Werkstätten der Lebenshilfe Oberhausen. Darüber hinaus engagiert sie sich im Beirat der Stadt Oberhausen für Menschen mit Behinderungen und wirkt dort im Arbeitskreis Inklusion mit. Da sie selbst eine kognitive Einschränkung hat, achtet sie in den Gremien bewusst auf leichte und einfache Sprache, damit alle ihre Anliegen verstehen können. Sie ist stolz darauf, wie vielen weiblichen Werkstattbeschäftigten sie als Frauenbeauftragte der Lebenshilfe schon weiterhelfen konnte und setzt sich auch vor großem Publikum für die Rechte von Menschen mit Behinderung ein.